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Mainhardter Wald Distanz – August 2014

Das ganz persönliche Saison Ziel erreicht: eher von Shodan weit übertroffen!
Ich bin sprachlos und freue mich riesig über mein tolles Schimmelchen!

Für einen Außenstehen ist meine Begeisterung ohne weitere Erklärungen nicht nachvollziehbar.
Daher hier ein wenig „Vorgeschichte“:
Eigentlich war ich mir sicher, dass ich mit Shodan nie ein hohes Tempo auf Ritten gehe. Bevor ich Tempo erhöhe, wollte ich – nach ganz klassischem Trainingsmuster – die Streckenlänge erhöhen.
Pläne sind ja bekanntlich immer dazu da, dass man sie umwirft. Auch 2014 kamen dann – in erster Linie bei mir – einige Hindernisse dazwischen. Also wurde umgeplant.
Im letzten Jahr hatte die Eifelblick Distanz einen wirklich sehr nachhaltig positiven Trainingseffekt.
Die Antestal Distanz im Frühjahr 2014 hatte mir grandios gut gefallen und für Shodans Fitness und seine Rückenmuskulatur blieb wiederum ein sehr positiver Effekt. Somit plante ich für dieses Jahr (2014) noch ein MDR mit möglichst viel „auf und ab“ Geläuf!

Die absoluten Höhenunterschiede laut Ausschreibung liegen bei der Mainhardter Wald Distanz bei 200 m. Das ist relativ, denn die Pferde nehmen jedes Auf und Ab zwischen diesen absoluten Unterschieden unter die Hufe. Da es auf der Strecke ständig mehr oder weniger rauf oder runter geht, kommen auf den 64 km einige gelaufene Höhenmeter zusammen!

Das Shodan einfach durch die Tatsache, dass er locker gelaufen ist, bei jedem Schritt deutlich „Boden“ machte, war zu merken. Ich ahnte und spürte jedoch nicht, dass wir sooooo schnell unterwegs waren 😉
Das Reitgefühl und die Rückmeldungen von Shodan zeigten keine Anstrengung – keinerlei Ermüdungszeichen.

Im Ziel stand dann fest: Shodan ist mit einem 4-er Tempo ins Ziel! Bei der Antestal Distanz waren wir in T 6,58 unterwegs. 4 Monate später bei T 4,41.
Natürlich ist die Mainhardter Wald Distanz flüssiger (als die Antestal Distanz) zu reiten. Es geht über geschotterte Waldwege und damit sind die Zeiten naturgemäß nicht eins zu eins zu vergleichen.
Und trotzdem … für mich persönlich einfach nur ein „Wow“ Erlebnis 🙂

Ein Distanzritt ist für mich persönlich ein Trainingsreiz, den ich nach ca. 3 bis 4 Wochen abschliessend beurteile. Bei jedem Ritt wird es deutlicher: wieder einmal kommt Shodan von einem Ritt fitter nach Hause und zeigt sich vor allem nach ein paar Tagen verdienter Pause deutlich lockerer, motivierter, entspannter und leistungsbereiter als vorher.
Sprich der Trainingsreiz war ein solcher und brachte uns beide weiter.

5 Jahre nach unserem ersten Distanzritt, habe ich das Gefühl, dass wir nicht nur an Ritten teilnehmen, sondern vielleicht sogar uns ein wenig als Distanz“zugehörig“ bezeichnen können.

In solchen Momenten blitzt ganz kurz der Gedanke auf, dass ich es bedauer quasi 10 Jahre Ursachen“forschung“ betrieben zu haben. Wenn wir den zurückgelegten „Umweg“ nicht hätten gehen müssen, wenn ich vor 15 Jahren schon gewusst hätte, was es bedeutet ein PSSM Pferd im Offenstall zu haben, wäre Shodan Vieles erspart geblieben. Andererseits jeder Umweg schweisst wieder etwas mehr zusammen!

In den letzten 5 Jahren sind im Training und auf den Ritten bei sehr unterschiedlichen Trainingsreizen (Sandboden, eher hartes Geläuf, Ritte in der Ebene, Ritte mit Hügeln oder eher bergig) durch langsam steigernde Ansprüche Sehnen, Bänder, Muskeln und auch die Knochen über die Jahre gestärkt worden.
Shodan ist jetzt 18 Jahre alt und nun in der Lage zu zeigen, was eigentlich in ihm steckt. Viel WICHTIGER: er lebt zufrieden und freut sich wirklich täglich, dass wir irgendwas „veranstalten“: egal ob bummeln, auf dem Platz reiten, longieren, gemeinsam spazieren gehen, Bodenarbeit, Cavaletti „hüpfen“, Ausreiten – oder eben auch Distanzritte gemeinsam erleben – oder zu einem Kurs fahren oder oder oder!

Demnach gibt es keinen Grund „etwas zu bedauern“: Wir sind so weit gekommen! *hach – und Wochen nach den 64 km mit T 4,41 fit, zufrieden und gut gelaunt 😉

Ich glaube: meinen „Po“ Tachometer muss ich neu „einstellen“: zukünftig werden wir wohl in anderen Tempi als in der Vergangenheit auf Ritten unterwegs sein! 🙂

Und damit gilt es die kommenden Trainingspläne abermals umzuschreiben und anzupassen : und mit Blick auf 2015 gedanklich schon mal vorzuplanen!