Start bei der Eifel Blick Distanz 2013

2. Eifelblickdistanz Juli 2013

Wir waren dabei! Auf diesem ganz besonderen Ritt!
Uwe Rahn veranstaltet in der Eifel einen ganz besonderen Ritt: Startberechtigt sind nur Reiter, die älter als 40 Jahre alt sind.
Schon Wochen vor dem Ritt fiebern die Teilnehmer gemeinsam mit Uwe im distanzforum oder auch bei facebook dem Ritt entgegen.
Zugegeben: Bei der Erstveranstaltung 2012 hatte ich „gekniffen„. Das Wetter im Juli 2012 war mehr als gruselig, Sturm und (Stark)Regen hielten mich davon ab, die lange Anfahrt aus dem Breisgau in die Eifel anzutreten.

2013 nahmen wir die lange Anfahrt in Angriff: Für Shodan waren das zweimal ca. 7 Stunden Hängerfahrt, die er bewältigte. Richtig gefreut hat es mich, dass eine hiesige Freundin kurzentschlossen die Fahrt und das Trossen auf sich genommen hat. So war die An- und Rückfahrt für mich kurzweilig und nicht arg anstrengend.

Die Eifel sollte es sein! Shodan wurde 1996 in der Eifel geboren. Und die ersten 4 Jahre seines Lebens wuchs er in der Eifel (nähe Blankenheim) auf.
Eigentlich kann ich es noch immer nicht wirklich glauben, dass nach all den Höhen und Tiefen und den vielen Um- und Irrwegen, Shodan zu einem belastbaren und reitbaren Pferd wurde. Hinzukommt, dass auch mein Rücken über die letzten 20 Jahre nicht unbedingt immer den vertrauenserweckenden Anschein hegte, dass ich fit genug wäre zum Reiten.
Von daher: Für uns hatte dieser Eifel-Distanzritt nochmals eine eigene, besondere Bedeutung.
Vor allem wenn man nach der „Auswanderung“ ins Markgräfler Land wieder mal in die Nähe von Freunden kommt, die uns dann auch noch so tatkräftig unterstützen: DANKE an Silke und Sandra!

Da Shodan bei seinem vorherigen Distanzritt ins „Davon-Rennen“ gekommen war, plante ich diesmal von Kilometer Null angefangen nur „Ruhe“ ins Pferd zu bringen. Ob ich einen solchen Mitreiter finden würde?

Beim gemütlichen Beisammensein am Vorabend mit viel Spaß und noch mehr Gelächter kam ich mit Dani ins Gespräch. Sie wollte die Eifelblickdistanz als lockeren und langsamen Trainingsritt für die Heide nutzen. Ja wie perfekt! 🙂

Start: Eifelblick-Distanz 2013

Wir zogen am Folgetag dann zu Fuß los auf die Strecke.
Es ging vom Start erst einmal etwas bergab in den Wald und diesen Weg nutzten wir, um unsere Pferde noch weiter warm zu führen.

Ziel Tag 1: Eifelblick Distanz 2013

Unten im Wald stiegen wir in aller Ruhe in den Sattel und ritten dann erst einmal los.
(Wir behaupten mal, wir sind auch geritten. Gesehen hat man uns nur zu Fuß 😉 …)

Und genauso genial ruhig verlief dann unser gesamter Ritt: die beiden Pferde (und nicht nur die) verstanden sich prächtig und Shodan hat ganz viel innere Ruhe und Gelassenheit auf diesem Ritt mitbekommen.

Für mich ist „rennen“ oder „pullen“ immer ein Zeichen für Überforderung des Pferdes, oder ist sogar ein Ausdruck von Schmerz oder Unwohlsein. Daher hatte ich mir in den vorherigen Wochen doch einige Gedanken gemacht. Der nächste Ritt – sprich die Eifelblickdistanz – sollte gänzlich anders verlaufen!

Ein Distanzritt ist für mich Training: Training unter Beobachtung von Tierärzten. Bei jedem dieser Distanz- oder Trainingsritte haben Shodan und ich immer eine Menge gelernt und Erfahrungen mitgenommen.

Irgendwie scheint es mir: auch hier ist die Eifelblick-Distanz etwas Besonderes: noch nie hatte sich Shodan so überaus deutlich positiv verändert, wie nach diesem Distanzritt in der Eifel.
Nach diesem Ritt scheinen Shodan und ich – obwohl er bereits seit seinem 6. Lebensmonat bei mir ist – nochmals besser als Team zusammengewachsen zu sein.

Es war spannend mitzuerleben, dass Vorarbeiten aus den ganzen vergangenen Jahren sich wie im Dominoeffekt einer nach dem anderen als Erfolg zeigte:

  • „plötzlich“ verringerten sich die „Staun-Erschreck-Hüpfer“
    (die manche als arabertypisch bezeichnen )
  • „plötzlich“ wurde der Bewegungsablauf im Galopp immer harmonischer und entspannter
  • „plötzlich“ begann sich (endlich!) Shodans Oberlinie zu verändern (der Weg zu einer optimalen Hals-, Schulter- und Rückenmuskulatur, die wirklich als lockere und leistungsfähige REIT-Muskulatur zu bewerten ist, ist jedoch noch lang)
  • „plötzlich“ wurde insgesamt die gesamte Muskulatur deutlich lockerer
  • und „plötzlich“ wurde aus meinem „Fohlen“ irgendwie ein Pferd 😉
    So komisch das klingen mag: aber Shodan hat erst mit 17 Jahren begonnen, sein fohlenhaftes Benehmen abzulegen. Seit 2013 habe ich erst das Gefühl, dass er Selbstbewußtsein bekommt und jetzt erst im Leben steht.

Ein ganz großes DANKE an Uwe, für die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung.

Die Veranstaltung ist schnell ausgebucht und nicht nur das zeigt, wie begeistert die Eifelblick-Distanz aufgenommen wird.
Ich persönlich finde es immer besonders „witzig“, wenn in einzelnen Kommentaren bereits die Anzahl der Jahre hochgerechnet werden, wann denn endlich der 40. Geburtstag gefeiert wird, um dann ENDLICH die Startvoraussetzung für die Eifelblickdistanz erreicht zu haben 😉
Muss man noch mehr sagen 😉

… ach ja  …. da war noch was: … geritten sind wir auch … 😉Eifelblick Distanz 2013

Shodan bei der 2. Eifelblick Distanz: Juli 2013

Wir waren nur Samstag auf der Strecke
40 km
:
Reine Reitzeit 4 Std 12 Min
Geschwindigkeit: 9,53 km/h
Tempo: T 6,3

Sonntag sind wir wieder zurück auf den langen Heimweg, statt auf die Strecke, gegangen.

Die Eifel hat einen reitbaren Shodan erlebt! Jetzt freuen wir uns auf die kommenden Jahre!